Heilpädagogisches SchulinternatEine Institution der Stiftung zürcher Kinder- und Jugendheime

Wachsen auf diesem Hügel
wirklich Rosen?

Die Rose gilt als Königin der Blumen. Auch durch den Namen unseres Hauses ist sie uns Anspruch und Vorbild. In einer aufgeklärten Gesellschaft erscheint es selbstverständlich, dass Menschen mit betonten Eigenarten, auch jene mit auffälligen Nachteilen, eine besondere Behandlung und Schulung erfahren dürfen, damit auch ihr Leben aufblühen kann.

Einige unserer Therapeuten arbeiten
für eine Hand voll Hafer.

Der Umgang mit Tieren bedeutet: Wahrnehmen von Gerüchen,
Geräuschen und Bewegungen. Es fördert den Respekt und
die Verantwortung vor der Natur. So gesehen ist unser Haflinger
«Azzurro» ein vollwertiger Therapeut.

Angebot

Im Heilpädagogischen Schulinternat Rosenhügel werden Kinder und Jugendliche mit geistiger Behinderung und komplexen Entwicklungsbeeinträchtigungen kompetent betreut, gefördert und unterrichtet. Die Kinder und Jugendlichen im Alter von 5 bis 18 Jahren sind angewiesen auf einen umfassenden geschützten, heilpädagogischen  Rahmen. Die kleine Institution mit insgesamt 18 Plätzen verfügt über eine moderne und grosszügige Infrastruktur. Sie liegt am Südhang des Appenzeller Dorfes Urnäsch, wo eine prächtige Natur, ein reiches  Dorfleben und die leicht erreichbaren städtischen Zentren für das Leben und Lernen ideale Möglichkeiten bieten. Das Schulinternat hat ein vielfältiges pädagogisches und therapeutisches Angebot mit einem eigenen heilpädagogischen Reitbetrieb.

Dem professionellen Team gelingt es in den  überschaubaren Strukturen, wo individuelle und flexible Lösungen gefunden werden, auch  für die  Kinder und Jugendlichen mit herausfordernden Verhaltensweisen einen sicheren Ort zu bieten und eine hohe Tragfähigkeit zu gewährleisten.

Das Betreuungsangebot steht während 365 Tagen im Jahr zur Verfügung.
Mit den Eltern wird eine enge partnerschaftliche Zusammenarbeit gepflegt. An den Wochenenden werden Bring- und Abholfahrten nach und von Zürich durchgeführt. In den Zürcher Schulferien werden Entlastungs- und Ferienplätze angeboten.

Der Rosenhügel hat die IVSE-Anerkennung A.

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Heilpädagogische Schule

Alle Schülerinnen und Schüler mit einem Internatsplatz besuchen die interne Schule. Die Kinder und Jugendlichen werden drei altersgemischten Schulklassen zugeteilt. Kriterien bei der Klasseneinteilung sind individuelle Förderschwerpunkte, Interessen, Gruppendynamik und Tragfähigkeit.

Die Lehrpersonen unterrichten im geschützten Rahmen der Kleinklasse und werden durch Schulassistentinnen unterstützt. Die Schule arbeitet eng mit den anderen Bereichen der Institution zusammen.
Die Bildungsangebote orientieren sich am kantonalen Lehrplan (Lehrplan 21) und an Lehrplänen für Heilpädagogische Schulen. Der Unterricht nach heilpädagogischen Grundsätzen wird auf die individuellen Lernschritte abgestimmt und erschliesst  für die Schülerinnen und Schüler neue persönliche und sozial bedeutsame Handlungsmöglichkeiten. Angepasst am individuellen Niveau werden Lernziele innerhalb der Lese-, Schreib- und Rechenfähigkeiten verfolgt.

Eine sorgfältige Entwicklungs- und Förderplanung, die auf der ICF (Internationale Klassifikation der Funktionsfähigkeit, Behinderung und Gesundheit) basiert, wird für jede Schülerin, jeden Schüler erarbeitet, umgesetzt und überprüft. Dabei werden die Schülerinnen und Schüler, die Eltern, das sozialpädagogische und therapeutische Fachpersonal umfassend einbezogen.

Entsprechend ihrer Neigungen und Fähigkeiten werden die Schülerinnen und Schüler auf eine Berufsausbildung (Anlernwerkstätte für behinderte Jugendliche) oder aber auf eine Eingliederung in eine beschützende Werkstätte vorbereitet.

Die Schulzeit endet mit dem 18. Lebensjahr. Im Ausnahmefall kann sie um ein Jahr verlängert werden, höchstens jedoch bis zur Vollendung des 20. Lebensjahres.

Internat

Das Internatsangebot umfasst drei gemischte Wohngruppen mit jeweils sechs Plätzen. Ein Team von sozialpädagogischen Fachpersonen betreut und fördert die Kinder und Jugendlichen. Der Internatsbetrieb wird  auch in den Ferien und an den Wochenenden aufrechterhalten. Jedem Kind und Jugendlichen wird eine Bezugsperson zur Seite gestellt. Sie übernimmt besondere Verantwortung im Rahmen der individuellen Lern- und Entwicklungsbegleitung und in der Zusammenarbeit mit den Eltern.

Das Zusammenleben und der Wohngruppenalltag bieten vielfältige Gelegenheiten zum Lernen und Fördern. Das Leben so weit wie möglich selbständig in die Hand zu nehmen und Kompetenzen für die Teilhabe an der Gesellschaft zu erwerben, ist die zentrale Perspektive.

Das sozialpädagogische Team pflegt eine enge Zusammenarbeit und es werden viele gemeinsame Veranstaltungen und gruppenübergreifende Angebote (gemeinsame Spiel-Freizeitangebote, Ausflüge, erlebnispädagogische Projekte, Jugendrunde, Präventionsarbeit, Feste, Ausgang 14+)  verwirklicht.

Wir fördern die Teilnahme der Kinder an Freizeitgruppen in der Umgebung und sind vernetzt mit der Jugendarbeit in Urnäsch.

Gemeinsam mit den Lehrkräften der internen heilpädagogischen Schule werden jährlich Lagerwochen durchgeführt (Schneesportlager, Juni- und Herbstlager).

Ferienaufenthalt

Während den Zürcher Schulferien bietet das Internat Entlastungs- und Ferienaufenthalte. Eltern stehen für ihre Kinder oft über Jahre hinweg pausenlos im Einsatz. Entlastung, Erholung und Freiraum- auch für Geschwister - ist wertvoll.

So kann einer Überforderung vorgebeugt werden und die Kinder können länger im Rahmen der Familie betreut werden. Für die Kinder und Jugendlichen sind die Ferien eine willkommene Abwechslung und bieten neue Erfahrungs- und Entwicklungsmöglichkeiten.

Einige unserer Mitarbeiter arbeiten
schon über 100 Jahre für uns.

Das Schulinternat ist das eine. Die Natur darum herum
ist das andere. Beides sind Lern- und Lebensräume.
Sie ergänzen sich seit vielen Jahren.

Leitbild

Vertrauen in die positiven Kräfte
Wir vertrauen auf die in jedem Menschen angelegten positiven Kräfte, die seine persönliche Entwicklung ermöglichen.

Ressourcenorientierte Arbeit
Wir bauen auf die Stärken und ergreifen Entwicklungschancen. 

Gleichwertigkeit in der Beziehung
Eine gleichwertige Beziehung ist die Grundlage für individuelle und gemeinsame Entwicklung. 

Selbst- und Mitbestimmung
Die Selbst- und Mitbestimmung ist uns auf allen Ebenen wichtig. 

Selbständigkeit und Partizipation
Wir fördern die Fähigkeiten unserer Schüler zu grösstmöglicher Selbständigkeit und sozialer Teilhabe.

Pädagogische Beziehung
Echtheit, Einfühlung und Wertschätzung sowie Beharrlichkeit, Klarheit und Struktur prägen die pädagogische Beziehung.

Begleitung und Förderung
Das gefühls- und verstandesmässige Erfassen und Verstehen der inneren und äusseren Situation des Kindes sind zentrale Mittel zur Beziehungsgestaltung. Sie dienen der Klärung pädagogischer Hilfestellungen.

Zusammenarbeit
Die Zusammenarbeit unter uns Mitarbeitenden sowie mit den Eltern ist geprägt von Partnerschaft und Wertschätzung. Wir sind gemeinsam für das Wohlergehen und die Entwicklung der Kinder verantwortlich.

Beziehung zur Öffentlichkeit
Die Pflege der Beziehung zur Öffentlichkeit ist unser gemeinsames Anliegen.

Leitbild (PDF)

Wir schauen hin

Charta zur Prävention sexueller Ausbeutung

Das Heilpädagogische Schulinternat Rosenhügel und die Stiftung Zürcher Kinder- und Jugendheime bekennen sich zur Charta «Wir schauen hin!»

www.charta-praevention.ch
Charta-Prävention (PDF)

Der Rosenhügel orientiert sich im Umgang mit «Grenzverletzendem Verhalten» am Bündner Standard.

www.buendner-standard.ch

Trägerschaft und Aufsicht

Die Trägerschaft liegt bei der Stiftung Zürcher Kinder- und Jugendheime
Obstgartensteig 4, 8006 Zürich, Telefon 043 255 14 70, www.zkj.ch

Ein Zusammenarbeitsvertrag auf der Grundlage der IVSE (Interkantonale Vereinbarung für Soziale Einrichtungen) zwischen der Stiftung ZKJ und dem Departement Bildung und Kultur des Kantons Appenzell Ausserrhoden regelt die finanzielle Abgeltung, das Rechnungswesen, das Controlling und die Qualitätssicherung.

Die kantonale Aufsicht liegt beim Departement Bildung und Kultur des Kantons Appenzell Ausserrhoden, Amt für Volksschule und Sport, Fachstelle Sonderpädagogik, Regierungsgebäude, 9102 Herisau, Telefon 071 353 61 11

Einige unserer Lehrer stecken
knietief in der Materie.

Manchmal ist die Praxis der beste Lehrer. Dies gilt auch für Sepp Dähler,
ein benachbarter Bauer. Wenn er unseren Kindern Einblicke in seinen
Alltag gewährt, vermittelt er ungewollt Biologieunterricht, wie es in einem
Klassenzimmer nicht möglich wäre.

Leistung

Eine Leistungsvereinbarung mit dem Kanton Appenzell Ausserrhoden regelt die Leistungen, welche das Schulinternat in quantitativer und qualitativer Hinsicht zu erbringen hat.

Das Schulinternat garantiert eine ganzjährige Betreuung (365 Tage).
In den Schulferien bleibt das Internat geöffnet.

Individualisierte Wochenendregelungen (Wocheninternat, zwei- oder mehrwöchiger Heimgangsrhythmus) mit Bring- und Abholfahrten nach und von Zürich (Sammeltransporte an ca. 3 Wochenenden / Monat).

Aufenthaltsplanung

Für die Kinder und Jugendlichen mit längerer Aufenthaltsperspektive wird eine verbindliche, den Schul-, Internats- und Therapiebereich integrierende Entwicklungs- und Förderplanung erstellt, die periodisch überprüft und angepasst wird.

Eine frühzeitige Anschlussklärung und Austrittsplanung wird von uns angestrebt. In Zusammenarbeit mit den Eltern und der einweisenden Stelle wird ein geeignetes zukünftiges Lebensumfeld gesucht. Als zusätzliche Entscheidungshilfe wird die Berufsberatung der IV beigezogen.

Therapie

  • Ärztliche Betreuung durch Dr. med. T. Bodenmann, Urnäsch, in Zusammenarbeit mit Fachärzten
  • Logopädie
  • Musiktherapie
  • Wo angezeigt, vermitteln und begleiten wir die  Kinder und Jugendlichen in externe Therapien (Psychotherapie, Psychomotorische Therapie, Ergotherapie)
  • Heilpädagogisches Reiten
    • Das Schulinternat führt einen eigenen Reitbetrieb mit zwei für die Bedürfnisse des heilpädagogischen Reitens ausgebildeten Haflinger-Pferden. Ein grosszügiger Reitplatz gewährleistet uns beste Bedingungen. Das Reiten, der Umgang mit dem Pferd, die Pferdepflege und Stallarbeit bieten vielfältige Fördermöglichkeiten und einen ganzheitlichen pädagogisch-therapeutischen Zugang.
  • Heilpädagogische Einzelförderung und Werken
    • In Einzelstunden kann gezielt, kontinuierlich und vertiefend an Fähigkeiten und Fertigkeiten der Schülerinnen und Schüler gearbeitet werden.
  • Angebote für Jugendliche ab 15 Jahren: Ausbildung von Arbeitsfähigkeiten, Berufsvorbereitung.
  • Förderangebote in der Küche, dem Haushaltsbereich, mit dem Werkpädagogen und Betriebspraktiker.
  • Erlebnisschule Bauernhof: Unter der Leitung einer Lehrkraft besuchen die Schülerinnen und Schüler wöchentlich einen Bauernhof und nehmen an vielfältigen Arbeitstätigkeiten teil. www.kabier.ch

Zusammenarbeit mit den Eltern

Die Eltern sind die Experten ihrer Kinder. Wir pflegen eine konstruktive und transparente Zusammenarbeit. Die Eltern  lassen wir am Leben und der Entwicklung ihres Kindes / Jugendlichen im Schulinternat teilhaben und unterstützen sie in ihrer Erziehungskompetenz.

Je nach der spezifischen Ausgangslage wird eine individuelle Form der Elternbegleitung in die Wege geleitet, die wir in Zusammenarbeit mit dem externen Fallbegleiter wahrnehmen.

Einige unserer Mitarbeiter müssen
ganz schön was einstecken.

Zugegeben unsere Mitarbeiter brauchen gelegentlich ein dickes Fell.
Aber nur einer eignet sich als Ventil. Kommt hinzu, dass Sport und Bewegung
den Körper spürbar machen und Erfolgserlebnisse vermitteln.

 

 

 

Aufnahme

Aufnahme finden Kinder und Jugendliche mit geistiger Behinderung oder komplexen Entwicklungsbeeinträchtigungen im Alter von 5 bis 18 Jahren (inklusive  Autismusspektrumsstörungen).

Die Kinder und Jugendlichen benötigen einen umfassenden geschützten, heilpädagogischen Rahmen.

Eine Internatsschulung mit längerem Aufenthalt oder ein kurzfristiger Ferien- bzw. Entlastungsaufenthalt ist angezeigt. 

Die Aufnahmen handhaben wir sorgfältig, flexibel und unbürokratisch.

Aufnahmeverfahren

  • Anfrage und erste Klärungsschritte
  • Unverbindliches Vorstellungsgespräch im Schulinternat
  • Durchführung einer ein- bis zweiwöchigen Schnupperzeit bei Anfrage für eine Internatsschulung
  • Auswertung der Schnupperzeit und gemeinsame Beschlussfassung
  • Formale Anmeldung durch Versorger
  • Unterzeichnung einer Aufenthaltsvereinbarung

Voraussetzung für die Aufnahme ist eine schulärztliche und schulpsychologische Indikation für die heilpädagogische Sonderschulmassnahme sowie das Vorliegen der Kostengutsprachen der zuständigen Versorgerstellen.

Kosten

Mit der Leistungsvereinbarung wird die Bruttokostentaxe festgelegt. Die Kostenübernahme erfolgt gemäss den Richtlinien der IVSE (Interkantonale Vereinbarung für Soziale Einrichtungen). Die Erziehungsberechtigten zahlen einen Beitrag, der vom Wohnortskanton bestimmt wird.

Die Versorgertaxen richten sich nach den Bestimmungen der jeweiligen Kantone. Diese betragen für Kinder und Jugendliche aus dem Kanton Zürich zurzeit:

für das Angebot mit SchuleCHF 300 pro Tag
für das FerienangebotCHF 240 pro Tag

Einige unserer Betreuer sind
nicht bei uns angestellt.

Frau Hedi Koller ist zwar keine Angestellte des Rosenhügel,
aber auch sie trägt als Urnäscherin dazu bei, dass sich unsere
Kinder und Jugendlichen in der Gemeinde wohlfühlen
und dass sie Kontakt zu den Einwohnern knüpfen können.

 

 

Freie Plätze

Gerne prüfen wir Anfragen für Schulinternats- und Entlastungsaufenthalte.

 

 

 

Blog

Informieren Sie sich auf unserem Blog über interessante Neuigkeiten vom und aus dem Rosenhügel.

Der Weg auf den Rosenhügel.

Über Stock und Stein zum idyllischen Ort im Herzen von Appenzell Ausserrhoden.

 

 

 

 

 

 

 

Adresse

Rosenhügel
Heilpädagogisches Schulinternat
Tüfenbergstrasse 24
CH- 9107 Urnäsch

Tel. 071 365 68 18
Fax 071 365 68 10
info.rosenhuegel@zkj.ch

 

Leitung

Gesamtleitung
Dietmar Messmer
071 365 68 18
dietmar.messmer@zkj.ch

Leitung Schule/Förderung
Stv. Gesamtleitung

Caroline Gschwend
071 365 68 15
caroline.gschwend@zkj.ch

Sekretariat
Andrea Wettmer
071 365 68 18
andrea.wettmer@zkj.ch

Anfahrt

Das heilpädgogische Schulinternat Rosenhügel liegt am sonnigen Südhang über dem Dorf Urnäsch im Kanton Appenzell AR.

So erreichen Sie uns mit öffentlichen Verkehrsmitteln
Mit der Bahn von Zürich ist Urnäsch in 1½ Stunden zu erreichen.
Ab Hauptbahnhof Zürich mit dem Intercity Richtung St. Gallen, in Gossau umsteigen in die Appenzellerbahn bis nach Urnäsch.

So erreichen Sie uns mit dem Auto
Autobahn Richtung Winterthur-St. Gallen, Ausfahrt Gossau-Herisau, weiter Richtung Schwägalp-Urnäsch.

Googlemaps

Lageplan (PDF)